Patchwork Gilde Deutschland

Die Patchwork Gilde Deutschland ist die zentrale Interessenvertretung für Quilt- und Patchwork-Künstler*innen in Deutschland und eine der etabliertesten Vereinigungen innerhalb der europäischen Textilkunstszene. Gegründet mit dem Ziel, handwerkliche Exzellenz zu fördern und zugleich künstlerische Innovation zu unterstützen, hat sich die Gilde zu einer lebendigen Plattform für Austausch, Bildung und professionelle Präsentation entwickelt.

Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass Quilt und Patchwork eigenständige künstlerische Medien sind. Durch jurierte Ausstellungen, thematische Wettbewerbe und kuratierte Präsentationen werden die Mitglieder ermutigt, ihre Arbeiten in größere ästhetische und konzeptuelle Zusammenhänge einzuordnen.

Workshops, Vorträge und Studiengruppen fördern fachliche Vertiefung und kritische Reflexion. Internationale Kooperationen und Wanderausstellungen vernetzen deutsche Quilt-Künstler*innen weltweit.

Die Gilde steht für das produktive Spannungsfeld zwischen Tradition und zeitgenössischer Innovation.

Ausstellung

Tradition bis Moderne XIV

Gemeinde

Sainte-Marie-aux-Mines

Ausstellungsort

#7 Eglise Sainte Madeleine, Sainte-Marie-aux-Mines

Jahr

2026

Die Patchwork Gilde Deutschland präsentiert die neue Ausgabe ihres jurierten Wettbewerbs Tradition bis Moderne der alle drei Jahre stattfindet. Mitglieder waren eingeladen, ihre bedeutendsten Quilts der vergangenen drei Jahre einzureichen.

Der bewusst offene Aufruf ohne thematische oder formale Beschränkung ermöglicht eine große Bandbreite künstlerischer Ausdrucksformen und spiegelt die Vielfalt zeitgenössischer Quiltkunst wider. Aus den eingereichten Arbeiten wählte eine Jury mit Marion Caspers, Monika Hülsebusch und Hilde van Schaardenburg insgesamt 36 Werke aus.

Die Auswahl steht sowohl für ein außergewöhnlich hohes technisches Niveau als auch für die Vielfalt ästhetischer und konzeptueller Positionen innerhalb der aktuellen deutschen Quiltszene. Tradition bis Moderne verkörpert den lebendigen Dialog zwischen handwerklichem Erbe und zeitgenössischer Innovation.

Die ausgestellten Arbeiten zeigen, wie sich textile Kunst stetig weiterentwickelt: von präzise gearbeiteten Quilts mit historischen Mustern bis hin zu experimentellen Positionen mit ungewöhnlichen Materialien, freien Formen und zeitgenössischer Bildsprache.

Farbe, Struktur und textile Oberfläche fungieren als zentrale Gestaltungselemente. Traditionelle Techniken wie Piecing und Quilting werden häufig neu interpretiert, während andere Arbeiten die Grenzen dessen ausloten, was als Quilt verstanden werden kann.

Die Ausstellung vereint handwerkliche Meisterschaft mit künstlerischem Wagemut. Über technische Perfektion hinaus zeichnen sich die Werke durch konzeptuelle Tiefe aus. Gemeinsam bekräftigen sie die Lebendigkeit des Quilts als zeitgenössische Kunstform – fest in der Tradition verankert und zugleich klar in die Zukunft gerichtet.