Barbara Lange

Barbara Lange ist eine international anerkannte Quiltkünstlerin, deren Arbeiten Tradition und zeitgenössischen Diskurs verbinden. Ihre Quilts wurden weltweit ausgestellt – unter anderem bei Quilt National (USA) sowie auf bedeutenden Ausstellungen in Europa und Asien – und setzen sich mit Fragen von Identität, Struktur und kulturellem Dialog auseinander.

Ihr künstlerischer Ansatz vereint konzeptuelle Tiefe mit handwerklicher Präzision und versteht den Quilt sowohl als historisches Medium als auch als zeitgenössische Ausdrucksform. Als ehemalige Präsidentin der Patchwork Guild of Germany und Mitglied des Quilt-National-Komitees nimmt sie eine wichtige Rolle in der internationalen Quiltszene ein. Zudem ist sie als Kuratorin, Jurorin und Dozentin international tätig.

Ausstellung

Peinliche Mütter

Gemeinde

Sainte-Marie-aux-Mines

Ausstellungsort

#6 Espace des Tisserands, Sainte-Marie-aux-Mines

Jahr

2026

Seit sechs Jahren entwickelt Barbara Lange die Serie Embarrassing Mothers (Peinliche Mütter), die starken Frauen gewidmet ist, deren Leben von Spannungen zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und persönlicher Überzeugung geprägt war. Diese Mütter galten – für ihre Kinder, ihr Umfeld oder sogar für sich selbst – als unkonventionell, schwierig oder „peinlich“.

Doch gerade sie formten oft widerstandsfähige und unabhängige Persönlichkeiten. Die Serie porträtiert historische und kulturelle Persönlichkeiten wie Michelle Obama, die Mutter von Karl Marx, Lady Jane Ellenborough und die Mutter von Stephen Hawking. Durch die Verbindung dieser Biografien reflektiert die Künstlerin über Mutterschaft, Stärke und kulturelle Wahrnehmung.

Ihre langjährige Lehrtätigkeit in China, insbesondere an Berufs- und Kunstakademien, beeinflusst das Projekt zusätzlich. Interkulturelle Begegnungen erweitern den Blick auf Mutterschaft und gesellschaftliche Rollenbilder. In Form von quiltartigen Porträts wird Embarrassing Mothers zu einer Auseinandersetzung mit Stärke, Verletzlichkeit und dem oft unterschätzten Erbe dieser Frauen.