Heidi König lebt in Rheinfelden im Nordwesten der Schweiz, nur hundert Meter vom Rhein entfernt, der die natürliche Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz bildet. Sie ist verheiratet, Mutter zweier erwachsener Söhne, Großmutter von zwei Enkelinnen und seit Kurzem im Ruhestand.
Durch ihre Großmutter kam sie früh mit einer Singer-Tretmaschine in Berührung. Nadel, Faden, Stoff und Papier begleiten sie seither.
Ihre Arbeiten sind abstrakt und intuitiv und zeichnen sich durch kontinuierliche, frei geführte Maschinenlinien aus. Diese wiederkehrenden Linien – ihr Markenzeichen – wirken wie Pinselstriche und strukturieren die Oberfläche. Das Nähen empfindet sie oft als meditativen Prozess.
Ihre Stofflagen bestehen aus unifarbenem Baumwollstoff mit schwarzem oder weißem Vlies. Die freien Linien erzeugen Bewegung und Struktur, die sich durch Waschen und Trocknen intensivieren. Anschließend bemalt sie beide Seiten mit Acryl und Ölstiften – eine Technik, die sie über zwölf Jahre entwickelte.
Aktuell konzentriert sie sich auf doppelseitige 3D-Arbeiten mit abgeschnittenen Pyramiden.



