Armi Heikkinen

Geboren in Finnland, lebt Armi Heikkinen seit 1980 in der Schweiz. Schon früh fühlte sie sich von kreativen Techniken angezogen und arbeitet mit Nähen, Stricken, Zeichnen und Mixed Media. Daraus entwickelte sie eine freie und experimentelle künstlerische Sprache.

Ihre textilen Kunstwerke verbinden Stoff, Papier, recycelte Materialien, getrocknete Blätter, Naturfasern und dreidimensionale Elemente. Ihr Schaffen folgt einer intuitiven Bildsprache, getragen von der Frage: „Was wäre, wenn ich es versuche?“

Die genaue Beobachtung der Natur und der heutigen Gesellschaft prägt ihre Inspiration. Studien in Geschichte und Archäologie sowie Reisen über verschiedene Kontinente erweiterten ihre künstlerische Perspektive.

Sie leitet Workshops zu Seidenpapier und Filzwolle, textilen Schmuckarbeiten und Mixed-Media-Textilbüchern. Ihre Werke werden regelmäßig in Europa ausgestellt. Sie ist Mitglied bei SAQA, France Patchwork und FinnQuilt.

Ausstellung

Bäume, Blätter... Dialoge mit der Natur

Gemeinde

Sainte-Marie-aux-Mines

Ausstellungsort

#2 Pavillon Osmont, Sainte-Marie-aux-Mines

Jahr

2026

Mein künstlerischer Ansatz ist eine meditative Antwort auf den Klimawandel und das Leid der Natur durch menschliche Eingriffe.

Seit vielen Jahren beschäftigt mich die Frage: Wie können wir dieses außergewöhnliche und zugleich verletzliche Universum erforschen? Wie seine Zerbrechlichkeit besser verstehen? Ich möchte die „tote Natur“ in lebendige Natur verwandeln. Getrocknete Blätter, Rinde, Holz, recyceltes Papier und Wolle bilden die Grundlage dieser Metamorphose. Sie werden zu sensibler Materie und stehen für den Kreislauf von Vergänglichkeit und Erneuerung.

Meine textilen Arbeiten laden dazu ein, die Natur als lebendige Kunstform zu betrachten. Details von Bäumen und Zweigen erscheinen als abstrakte Silhouetten, getrocknete Blätter werden zu „fossilisierten“ Schmuckstücken, Baumstümpfe zu dreidimensionalen Objekten. Rinde und Moos fügen sich zu beinahe fantastischen Formen. Selbst das „Unkraut“ wie der Rumex verwandelt sich in eine dramatische „Diva“.

So entsteht eine Einladung, die fragile Schönheit der Natur neu wahrzunehmen.