Amish Reimagined ist ein internationales Projekt, das aus der Zusammenarbeit zwischen dem International Quilt Museum in Lincoln (Nebraska, USA) und dem Carrefour Européen du Patchwork entstanden ist. Als weltweit anerkannte Institution für Quiltkunst bewahrt und erforscht das International Quilt Museum eine der bedeutendsten Sammlungen dieser Art. Zu seinen Schätzen zählen außergewöhnliche historische Amish-Quilts, bekannt für ihre grafische Kraft, ihre meisterhafte Farbgestaltung und ihre zeitlose Modernität. Indem das Museum seine Sammlung für diesen künstlerischen Dialog öffnet, bekräftigt es sein Bestreben, textiles Kulturerbe über seine rein historische Dimension hinaus lebendig zu halten. Für dieses Projekt wurden neun europäische Künstlerinnen — Janet Twinn, Elina Lusis-Grinberga, Romana Cerna, Michèle Samter, Cosabeth Parriaud, Helene Hein, Isabelle Wiessler, Teresa Gai und Paola Machetta — eingeladen, in einen kreativen Austausch mit diesen historischen Werken zu treten. Trotz unterschiedlicher kultureller Hintergründe verbindet sie ein anspruchsvoller Umgang mit dem Quilt als zeitgenössischem künstlerischem Medium. Durch die Gegenüberstellung eines historischen Werks und seiner heutigen Neuinterpretation unterstreicht Amish Reimagined die Lebendigkeit einer Bildsprache, die Zeiten überdauert. Die Zusammenarbeit zwischen Museum und zeitgenössischer Kunstszene zeigt, dass textiles Erbe nicht statisch ist: Es inspiriert, tritt in Dialog und entwickelt sich weiter.
